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Mein alter Saugroboter ist nach gut zwei Jahren ausgefallen. Sein Nachfolger, der MOVA Z60 Ultra Roller Complete, hat nach wenigen Tagen kein Reinigungsmittel mehr dosiert und ging zurück (warum ich den MOVA Z60 zurückgegeben habe). Seitdem suche ich Ersatz. Ein Name, der dabei ständig auftaucht: Roborock Saros 10R.
Damit es gleich klar ist: Den Saros 10R habe ich nicht selbst getestet. Er stand nie bei mir in der Wohnung. Dieser Beitrag ist eine Recherche auf Basis von Herstellerangaben und Tests der Fachpresse, dazu ein Vergleich mit den naheliegenden Alternativen. Jede Zahl hat eine Quelle, die Liste steht am Ende. Wo sich die Quellen widersprechen, schreibe ich das dazu.
Für mich ist der Saros 10R nach dem MOVA eine echte Alternative. Deshalb wollte ich genau wissen, was er kann und wo die Haken liegen.
Kurzfazit für Eilige
- Was: Saug- und Wischroboter, 7,98 cm hoch, Navigation ohne Laserturm, Station mit 80-°C-Moppwäsche und Warmlufttrocknung
- Stärken laut Tests: sehr gute Hinderniserkennung, starke Saug- und Wischleistung, passt unter niedrige Möbel
- Schwächen laut Tests: eher knapper Akku, Mopps werden für dicke Teppiche nicht hoch genug angehoben, knapper Lieferumfang
- Preis: UVP zum Marktstart 1.449,99 €, laut Preisvergleichsportalen aktuell ab rund 700 € (Stand: 8. Oktober 2026)
- Aber: Seit Januar 2026 gibt es mit dem Saros 20 einen Nachfolger. Der 10R ist das Vorjahresmodell.
- Selbst getestet: nein, das hier ist eine Recherche
Roborock Saros 10R im Überblick: die wichtigsten Daten
Roborock hat den Saros 10R am 3. März 2025 in Deutschland auf den Markt gebracht, als flache Variante neben dem Saros 10. Angaben ohne Zusatz stammen von Roborock selbst.
| Merkmal | Saros 10R |
|---|---|
| Höhe | 7,98 cm (350 × 353 × 79,8 mm) |
| Navigation | StarSight Autonomous System 2.0: Solid-State-LiDAR mit zwei Sendern, 3D-ToF-Sensoren vorn und hinten, kein Laserturm |
| Saugkraft | keine Herstellerangabe; Tests: 20.000 Pa, einige Händler und US-Quellen: 22.000 Pa (siehe unten) |
| Schwellen | bis 4 cm (zweistufig), Fahrwerk hebt sich um 10 mm (AdaptiLift) |
| Bürsten | DuoDivide-Hauptbürste mit zwei Walzen, ausfahrbare Seitenbürste |
| Wischen | zwei rotierende Mopps, ausfahrbar für Kanten, Anhebung bis 22 mm, Ablage in der Station |
| Station | Absaugen (Beutel bis 70 Tage), Moppwäsche mit 80 °C, Warmlufttrocknung mit 55 °C, automatische Reinigungsmitteldosierung |
| Akku | 6.400 mAh (laut Tests und Händlern, nicht auf der Roborock-Seite), Ladezeit 2,5 h |
| Staubbehälter im Roboter | 270 ml (laut Vacuum Wars) |
| Smart Home | Matter, Alexa, Google Home, Siri-Kurzbefehle; WLAN nur 2,4 GHz |
| Marktstart / UVP | 3. März 2025 / 1.449,99 € |
Im August 2025 kam zusätzlich eine Version mit festem Frisch- und Abwasseranschluss und kompakterer Station dazu. Notebookcheck nannte damals 1.599 € als Preis.
Wie lange ein Akku reicht, gibt Roborock auf der Produktseite nicht an. Die Testwerte gehen weit auseinander. Einig sind sich Notebookcheck und heise nur darin, dass die Laufzeit eher knapp ist, heise zufolge schwächer als beim Vorgänger.
Saugkraft: 20.000 oder 22.000 Pa?
Bei der Saugkraft findest du drei verschiedene Zahlen. Roborock selbst nennt auf seinen Produktseiten (deutsch, global, US) keinen Pascal-Wert. Notebookcheck, netzwelt und Geizhals schreiben 20.000 Pa, heise nennt 19.000 bis 20.000 Pa. Bei einigen Händlern und US-Quellen stehen dagegen 22.000 Pa.
Ich gehe von rund 20.000 Pa aus. Aussagekräftiger finde ich ohnehin, was am Boden ankommt. Vacuum Wars hat in den USA nachgemessen: Saugdruck und Luftstrom lagen bei beiden Saros-Modellen unter dem Durchschnitt aller dort getesteten Roboter, beim 10R aber höher als beim Saros 10. Bei der Tiefenreinigung im Teppich lag der 10R über dem Durchschnitt und vor dem Saros 10. Die Pascal-Zahl im Datenblatt sagt also nur einen Teil.
Was „StarSight“ statt Laserturm bedeutet
Die meisten Saugroboter tragen oben einen runden, drehenden Laserturm (LDS). Der Saros 10R verzichtet darauf. Er tastet die Umgebung mit einem fest eingebauten LiDAR mit zwei Sendern und mit 3D-ToF-Sensoren vorn und hinten ab. Laut Roborock liefert allein der ToF-Sensor 21.600 Messpunkte, dazu erkennt er 108 Objekttypen. Seitlich kommt eine eigene Hinderniserkennung (VertiBeam) dazu.
Der Vorteil ist die Höhe. Mit 7,98 cm passt er unter Sofas und Betten, an denen ein Roboter mit Turm hängen bleibt. Der Preis dafür: Laut dem Vergleich von Notebookcheck navigiert der Saros 10 mit klassischem Laser etwas effizienter. Vacuum Wars kommt in der Navigationswertung zum gleichen Ergebnis.
Beim MOVA waren unsere Stuhlbeine das Problem. Er hat sich dort mehrfach festgefahren, deshalb habe ich für den Bereich eine Sperrzone eingerichtet. In den Tests, die ich zum Saros 10R gelesen habe, kommen Stuhlbeine nicht gezielt vor. Dass die Hinderniserkennung durchweg gelobt wird, ist für mich trotzdem der interessanteste Punkt an diesem Gerät.
Testergebnisse im Überblick: was die Fachpresse sagt
Stiftung Warentest hat den Saros 10R bisher nicht getestet (Stand: 8. Oktober 2026). Ich habe mir drei ausführliche deutsche Tests angesehen:
| Test | Datum | Ergebnis | Kurz zusammengefasst |
|---|---|---|---|
| netzwelt | 17.02.2025 | Note 1,5 (sehr gut) | flach, präzise Hindernisvermeidung, starke Saugkraft, 80-°C-Moppwäsche; Sprachassistent unzuverlässig, Mopps für dicke Teppiche nicht hoch genug angehoben |
| Notebookcheck | 03.03.2025 | 4 von 5 | flach, sehr zuverlässige Hinderniserkennung, gute Saug- und Wischleistung, sehr gute App; hoher Preis, geringe Akkulaufzeit, knapper Lieferumfang |
| heise Bestenlisten | 28.08.2025 | keine Note, Titel: „flach und gut“ | gute Navigation, meist starke Objekterkennung, starke Saug- und Wischleistung; gelegentlich Probleme mit kleinen Hindernissen, Akku schwächer als beim Vorgänger |
Alle drei Tests stammen aus dem Jahr 2025, zwei davon aus der Zeit um den Marktstart. Was spätere Firmware-Updates verändert haben, steht dort nicht drin.
Stärken laut Tests
Am häufigsten gelobt wird die Hinderniserkennung. Im Vergleich mit dem Saros 10 hat Notebookcheck festgestellt, dass der 10R sogar einen einzelnen Klemmbaustein erkannt hat. Dazu kommen die flache Bauweise und eine gute bis starke Saugleistung, die alle drei Tests bescheinigen.
Auch die Station kommt gut weg. netzwelt hebt die 80-°C-Moppwäsche hervor, heise beschreibt die Wäsche mit bis zu 80 °C und die Trocknung mit bis zu 55 °C, Notebookcheck nennt die Station umfangreich und schick. Im Vergleich mit dem Saros 10 fand Notebookcheck außerdem, dass sich die Waschwanne für die zwei Drehmopps deutlich leichter sauber halten lässt. Wie lange die Dosierung durchhält, beim MOVA mein Problem, kann ein Test kurz nach Marktstart nicht beantworten.
Schwächen laut Tests
- Akku: Notebookcheck nennt die Akkulaufzeit gering, heise schwächer als beim Vorgänger.
- Kleine Hindernisse: heise berichtet von gelegentlichen Problemen mit kleinen Hindernissen. Das widerspricht dem Lob für die Objekterkennung nicht ganz, zeigt aber, dass auch dieser Roboter nicht alles sieht.
- Teppich: Die Mopps heben sich um bis zu 22 mm. Laut netzwelt reicht das für dicke Teppiche nicht. Notebookcheck weist außerdem darauf hin, dass Roborock die Seitenbürste auf Teppich abschaltet.
- Wischen bei starkem Schmutz: Notebookcheck sieht leichte Schwächen bei eingetrockneten Flecken, netzwelt bei starken Verschmutzungen.
- Sprachassistent: Der eingebaute „Hello Rocky“ reagiert laut netzwelt unzuverlässig.
- Lieferumfang: Laut Notebookcheck sehr spartanisch: ein zweiter Staubbeutel und eine Kurzanleitung, nicht einmal Reinigungsmittel.
- Station: Keine Kabelaufwicklung, die Tanks sind von außen sichtbar (Notebookcheck).
Probleme, über die Nutzer berichten
Vacuum Wars sammelt auf einer eigenen Seite Probleme von Nutzern (zuletzt aktualisiert im September 2026). Kurz nach dem Marktstart gab es demnach Fälle, in denen sich der Roboter im Kreis drehte oder seine Position auf der Karte verlor. Nutzerberichte deuten darauf hin, dass Firmware-Updates einen Großteil davon behoben haben, sicher bestätigt ist das dort aber nicht. Navigation und Karte sind in dieser Sammlung trotzdem der häufigste Beschwerdepunkt.
Das sind gesammelte Nutzerstimmen, keine repräsentative Auswertung. Wie bei meinem MOVA gilt: Aus einzelnen Berichten lässt sich kein Serienfehler ableiten.
Saros 10R im Vergleich: die Tabelle
Stand der Preise: 8. Oktober 2026, laut Preisvergleichsportalen (Geizhals, billiger.de, testbericht.de). Preise schwanken täglich, „ab“ heißt günstigstes Angebot zum Zeitpunkt der Recherche.
| Modell | Höhe | Navigation | Saugkraft | Schwellen | Besonderheit | Preis ab ca. |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Roborock Saros 10R (2025) | 7,98 cm | StarSight 2.0, kein Turm | 20.000 Pa (teils 22.000 Pa) | bis 4 cm zweistufig | zwei Drehmopps, 80 °C Wäsche, 55 °C Trocknung | 699 € (UVP 1.449,99 €) |
| Roborock Saros 10 | 7,98 cm (Turm eingefahren), 9,35 cm (ausgefahren) | einfahrbarer Laserturm | 22.000 Pa | bis 4 cm | vibrierende Wischplatte (VibraRise 4.0), 60 °C Trocknung | 909 € (UVP 1.499 €) |
| Roborock Saros Z70 (2025) | 7,98 cm | StarSight 2.0 | 22.000 Pa | bis 4 cm zweistufig | Greifarm (OmniGrip, bis 300 g) | 945 € (UVP 1.799 €) |
| Roborock Saros 20 (2026) | rund 7,95 bis 7,98 cm (Angaben schwanken) | StarSight 2.0, kein Turm | 36.000 Pa (CES-Meldung: 35.000 Pa) | bis 4,5 cm einzeln, 8,5 bis 8,8 cm zweistufig (Angaben schwanken) | 100 °C Moppwäsche | 1.055 € (Set ab 949 €) |
| Dreame X50 Ultra Complete | 8,8 cm (Turm eingefahren) | einfahrbarer Laserturm | 20.000 Pa | 4,2 cm, zweistufig bis 6 cm (laut Geizhals) | 80 °C Wäsche und Trocknung | 676 € (weiß) |
| Ecovacs Deebot X9 Pro Omni (2025) | 9,8 cm | LiDAR im Gehäuse, kein Turm | 16.600 Pa | k. A. | Walzenmopp (OZMO Roller) | 339 € (UVP 1.499 €) |
„k. A.“ heißt: In meinen Quellen nicht belegt, nicht „kann es nicht“.
Saros 10R vs. Saros 10: Laserturm oder StarSight?
Mit eingefahrenem Turm sind beide gleich flach. Die wichtigsten Unterschiede liegen bei Navigation und Wischen, dazu kleinere bei der Station: Der Saros 10 trocknet mit 60 °C, der 10R mit 55 °C, dafür ist die Waschwanne des 10R laut Notebookcheck leichter sauber zu halten.
Navigation: Der Saros 10 hat einen klassischen Laserturm, den er einfahren kann (RetractSense). Eingefahren ist er ebenfalls 7,98 cm hoch, ausgefahren 9,35 cm. Der 10R hat gar keinen Turm.
Wischen: Der Saros 10 wischt mit einer vibrierenden Platte (VibraRise 4.0, laut Roborock 4.000 Vibrationen pro Minute bei 8 N Anpressdruck), der 10R mit zwei rotierenden Mopps.
Notebookcheck kommt im direkten Vergleich zu einem klaren Bild: Der Saros 10 wischt gründlicher und navigiert etwas effizienter, der 10R erkennt kleine Hindernisse zuverlässiger. Wer vor allem Wert aufs Wischen legt, soll laut Notebookcheck zum Saros 10 greifen, wer viel Kleinkram auf dem Boden hat, zum 10R.
Vacuum Wars sieht es beim Wischen genau andersherum und gibt dem 10R deutlich bessere Wischwerte. Wer hier recht hat, kann ich ohne eigenen Test nicht sagen. Einig sind sich beide bei der Navigation, da liegt der Saros 10 vorn, und bei der Hinderniserkennung, da liegt der 10R vorn.
Preislich liegen zwischen beiden aktuell rund 210 bis 250 Euro, je nach Farbe des Saros 10. Der 10R ist der günstigere.
Saros 10R vs. Saros Z70: braucht man den Greifarm?
Der Saros Z70 ist im Kern ein Saros mit StarSight-Navigation und gleicher Höhe, hat aber zusätzlich einen Greifarm (OmniGrip) mit fünf Achsen. Der soll Gegenstände bis 300 g aufheben. Marktstart in Deutschland war der 9. Mai 2025, die UVP lag bei 1.799 Euro.
Im Test von PC-Welt arbeitete der Arm nicht durchgängig zuverlässig, eine uneingeschränkte Kaufempfehlung gab es deshalb nicht. Ich sehe darin eher eine Technik-Demo als einen Grund, laut Preisvergleich rund 250 Euro mehr zu bezahlen als für den 10R. Solange der Arm nicht zuverlässig greift, bleibt das Aufräumen vor dem Saugen sowieso an einem selbst hängen.
Saros 10R vs. Saros 20: lohnt sich der Nachfolger?
Das ist 2026 die eigentliche Frage. Roborock hat im Januar 2026 auf der CES den Saros 20 und den Saros 20 Sonic vorgestellt, auf der IFA im September kamen noch Saros 20 Flow Complete, Saros 20 Neo und der treppensteigende Saros Rover dazu. Der 10R ist damit nicht mehr das aktuelle Topmodell.
Der Saros 20 ist der direkte Nachfolger: ebenfalls StarSight 2.0 ohne Turm und praktisch gleich flach. Auf dem Datenblatt legt er bei der Saugkraft deutlich zu (36.000 Pa im Handel, 35.000 Pa in der CES-Meldung). Interessanter ist das neue Fahrwerk AdaptiLift 3.0: Es soll einzelne Schwellen bis 4,5 cm schaffen und zweistufige bis 8,5 oder 8,8 cm, je nach Quelle. Beim 10R sind es 4 cm zweistufig. Die Moppwäsche läuft mit 100 °C statt 80 °C.
Preislich liegt der Saros 20 laut Preisvergleich derzeit ab etwa 1.055 Euro, im Set ab etwa 949 Euro. Je nach Angebot sind das grob 250 bis 360 Euro mehr als für den 10R.
Meine Einordnung: Wer in der Wohnung Schwellen über 4 cm hat, sollte sich den Saros 20 ansehen, da ist der Unterschied auf dem Papier am größten. Wer ebene Böden hat und vor allem unter niedrige Möbel will, bekommt mit dem 10R zum aktuellen Preis das meiste fürs Geld. Nur sollte man wissen, dass man ein Auslaufmodell kauft.
Alternativen anderer Hersteller
Dreame X50 Ultra Complete
Der Dreame ist mit 8,8 cm (Turm eingefahren) nur knapp höher als der Saros 10R, hat aber einen klassischen Laserturm, den er einfahren kann (VersaLift). Seine Stärke sind Schwellen: Laut Dreame schafft er 42 mm, bei zweistufigen Übergängen laut Geizhals bis 6 cm. Saugkraft laut Hersteller 20.000 Pa, die Mopps werden mit 80 °C heißer Luft getrocknet. Mit ab rund 680 Euro für die weiße Version liegt er preislich auf dem Niveau des 10R. Wer hohe Schwellen im Haus hat und das Geld für den Saros 20 nicht ausgeben will, findet hier auf dem Papier die bessere Wahl. Nachfolger gibt es auch hier schon (X60 Ultra und X60 Max Ultra Complete), die habe ich mir für diesen Beitrag aber nicht näher angesehen.
Ecovacs Deebot X9 Pro Omni
Ecovacs geht beim Wischen einen anderen Weg: Statt Drehmopps nutzt der X9 Pro Omni einen ausfahrbaren Walzenmopp (OZMO Roller), der mit Frischwasser arbeitet. Einen Laserturm hat er nicht, der LiDAR sitzt im Gehäuse. Laut Händler- und Testseiten saugt er mit 16.600 Pa und ist 9,8 cm hoch, also knapp 2 cm höher als der 10R. In Deutschland kam er im Mai 2025 mit 1.499 Euro UVP auf den Markt. Das günstigste Angebot bei Geizhals lag bei meiner Recherche bei 339 Euro, viele Händler verlangen deutlich mehr. Neuere Ecovacs-Modelle habe ich für diesen Beitrag nicht recherchiert.
Und der MOVA?
Hier kann ich tatsächlich aus eigener Erfahrung sprechen, wenn auch nur über wenige Tage. Der MOVA Z60 Ultra Roller Complete hat gut gereinigt, war angenehm leise, und die Kartierung mit unseren Unterebenen und von Hand benannten Räumen hat funktioniert. Probleme machten die Stuhlbeine, und dann hörte die Dosiereinheit in der Station auf zu arbeiten: Zwei der vier Kontakte blieben dauerhaft eingedrückt. Die Details stehen in meinen ersten Erfahrungen mit dem MOVA Z60 Ultra und im Bericht zur Rückgabe.
Wer bei MOVA bleiben will: Der MOVA V50 Ultra Complete (24.000 Pa laut heise, 8,9 cm mit eingefahrenem Laserturm) liegt laut Preisvergleich derzeit ab etwa 550 Euro.
Saros 10R und Home Assistant: was geht ohne Cloud?
Für mich als Selfhoster ist das ein wichtiger Punkt. Die offizielle Roborock-Integration in Home Assistant unterstützt die Saros-Reihe laut Dokumentation vollständig. Der Haken steht aber gleich daneben:
- Du brauchst ein Roborock-Konto. Die Einrichtung läuft über die E-Mail-Adresse der Roborock-App und einen Bestätigungscode.
- Befehle und Statusabfragen laufen nach Möglichkeit lokal, für Einrichtung und als Rückfallebene braucht die Integration laut Doku aber die Cloud.
- Hat der Roboter keine Internetverbindung, sperrt er seine lokale Schnittstelle, bis er die Roborock-Server wieder erreicht.
Komplett lokal geht es bei älteren Roborocks mit Valetudo, einer alternativen Firmware. Auf der Liste der unterstützten Roboter steht aktuell kein einziges Saros-Modell (Stand: 8. Oktober 2026). Ob die Matter-Anbindung des 10R ohne Internet weiterläuft, habe ich in keiner Quelle belegt gefunden.
Bei Shelly war für mich entscheidend, dass die Module ohne Cloud laufen, und meine Kameras ohne Cloud-Abo mit Frigate zeichnen lokal auf. Ein Saugroboter, der für Home Assistant stumm bleibt, sobald der Hersteller-Server nicht erreichbar ist, passt da nicht gut rein.
Zum Datenschutz verweist Roborock auf ein Zertifikat des TÜV Rheinland nach der Cybersecurity-Norm ETSI EN 303 645 und gibt an, keine Bilder zu speichern. Das ist eine Herstellerangabe, prüfen kann ich sie nicht. Noch ein praktischer Hinweis: Der Roboter funkt nur im 2,4-GHz-WLAN.
Für wen eignet sich der Saros 10R?
Passt gut, wenn du
- niedrige Sofas, Betten oder Schränke hast, unter denen ein Roboter mit Laserturm nicht durchkommt,
- viel Kleinkram auf dem Boden hast und eine gute Hinderniserkennung brauchst,
- eine Station mit Heißwasser-Moppwäsche und Trocknung willst, aber nicht 1.000 Euro oder mehr ausgeben möchtest,
- den Roboter per Matter in dein Smart Home einbinden willst.
Passt eher nicht, wenn du
- dicke oder hochflorige Teppiche hast, über die er wischend fahren muss,
- große Flächen mit einer Akkuladung schaffen willst,
- Schwellen über 4 cm im Weg hast,
- den Roboter komplett lokal ohne Hersteller-Cloud betreiben willst,
- das aktuelle Modell willst: Dann ist der Saros 20 die Wahl.
Vorteile und Nachteile laut Recherche
Vorteile
- Mit 7,98 cm sehr flach, kein Laserturm
- Hinderniserkennung in allen drei Tests gelobt
- Starke Saug- und Wischleistung laut Tests
- Station mit 80-°C-Moppwäsche, Warmlufttrocknung und automatischer Dosierung
- Aktuell rund die Hälfte der UVP
Nachteile
- Akkulaufzeit laut Tests eher knapp
- Mopps heben sich nur 22 mm, zu wenig für dicke Teppiche
- Navigation laut Vergleichen etwas weniger effizient als mit Laserturm
- Home Assistant nur mit Roborock-Konto und Internet
- Seit Januar 2026 durch den Saros 20 abgelöst
Mein Fazit nach der Recherche
Auf dem Papier und in den Tests ist der Saros 10R ein runder Saugroboter ohne grobe Schwachstelle. Die Kritikpunkte (Akku, Teppich, Lieferumfang) sind eher Kleinigkeiten, mit denen man leben kann oder eben nicht. Der eigentliche Grund, ihn 2026 noch anzuschauen, ist der Preis. Für rund 700 Euro bekommt man ein Gerät, das im März 2025 mit 1.449,99 Euro UVP gestartet ist.
Wer allerdings höhere Schwellen im Haus hat, sollte den Aufpreis für den Saros 20 zumindest durchrechnen. Und wer Wert auf ein lokales Smart Home legt, muss bei Roborock mit der Cloud leben.
Meine Tendenz: Wenn ich mich für einen Roborock entscheide, dann im Moment für den Saros 10R.
Sobald ich mich entschieden habe, berichte ich hier weiter, dann mit eigenen Erfahrungen statt Datenblättern.
Häufige Fragen zum Roborock Saros 10R
Was ist der Unterschied zwischen Saros 10 und Saros 10R?
Der Saros 10 hat einen einfahrbaren Laserturm und wischt mit einer vibrierenden Platte. Der 10R kommt ohne Turm aus (StarSight 2.0) und wischt mit zwei rotierenden Mopps. Laut Notebookcheck wischt der Saros 10 gründlicher, der 10R erkennt kleine Hindernisse besser.
Hat der Saros 10R einen Laser?
Ja, aber keinen drehenden Laserturm. Er nutzt ein fest eingebautes LiDAR mit zwei Sendern und 3D-ToF-Sensoren vorn und hinten. Deshalb ist er so flach.
Wie hoch ist der Roborock Saros 10R?
7,98 cm laut Roborock. Unter dein Sofa passt er also, wenn dort etwas mehr als 8 cm Platz sind.
Ist der Saros 20 der Nachfolger des Saros 10R?
Ja. Roborock hat den Saros 20 im Januar 2026 auf der CES vorgestellt. Er ist ebenfalls ohne Laserturm gebaut, schafft laut Datenblatt höhere Schwellen und kostet laut Preisvergleich derzeit ab etwa 949 Euro (Set) bzw. 1.055 Euro.
Wie hohe Schwellen schafft der Saros 10R?
Laut Roborock bis 4 cm bei zweistufigen Schwellen. Dabei hebt sich das Fahrwerk um 10 mm an.
Hebt der Saros 10R die Mopps auf Teppich an?
Ja, um bis zu 22 mm, und er kann die Mopps auch in der Station ablegen. Laut netzwelt reicht die Anhebung für dicke Teppiche aber nicht aus.
Funktioniert der Saros 10R mit Home Assistant?
Ja, über die offizielle Roborock-Integration. Du brauchst aber ein Roborock-Konto und Internet. Ohne Verbindung zu den Roborock-Servern sperrt der Roboter laut Home-Assistant-Doku seine lokale Schnittstelle.
Quellen und weiterführende Tests
Alle Quellen abgerufen am 8. Oktober 2026.
- Roborock: Produktseite Saros 10R (DE)
- Roborock: Saros 10R (Global)
- netzwelt: Test Saros 10R (17.02.2025)
- Notebookcheck: Test Saros 10R (03.03.2025)
- Notebookcheck: Vergleich Saros 10 vs. Saros 10R (07.03.2025)
- Notebookcheck: Saros 10R mit Wasseranschluss (07.08.2025)
- heise Bestenlisten: Test Saros 10R (28.08.2025)
- Vacuum Wars: Saros 10 vs. 10R (englisch)
- Vacuum Wars: Saros 10R Common Problems (englisch, aktualisiert 18.09.2026)
- Roborock: Saros 10 (Global)
- Roborock: Saros Z70 (Global)
- PC-Welt: Test Saros Z70 (26.08.2025)
- Notebookcheck: Saros 20 und 20 Sonic auf der CES 2026 (07.01.2026)
- Vacuum Wars: Saros 20 Review (englisch, 28.08.2026)
- Vacuum Wars: Roborock auf der IFA 2026 (englisch)
- Dreame: X50 Ultra Complete
- heise Bestenlisten: Test MOVA V50 Ultra Complete (30.08.2025)
- smarthomeassistent: Ecovacs Deebot X9 Pro Omni
- Home Assistant: Roborock-Integration
- Valetudo: Supported Robots
- Preise: Geizhals, billiger.de, testbericht.de
- Preise Vergleichsmodelle (Geizhals): Saros 10, Saros Z70, Saros 20, Dreame X50 Ultra Complete, MOVA V50 Ultra Complete, Ecovacs X9 Pro Omni
- tech-zentrum: Marktstart Ecovacs Deebot X9 Pro Omni
Stand: 8. Oktober 2026. Preise schwanken täglich, technische Angaben laut Hersteller bzw. den genannten Tests. Ich habe den Saros 10R nicht selbst getestet.
Titelbild: eigene Grafik, kein Herstellerfoto


