Vier Hunter-Magnetventile mit Verteilerrohr für die smarte Rasenbewässerung

Smarte Rasenbewässerung mit Shelly und Hunter

Anzeige: Dieser Beitrag enthält Amazon-Partnerlinks (mit * markiert). Kaufst du darüber, erhalte ich eine kleine Provision, der Preis bleibt für dich gleich.

Sprenger umsetzen und Wasserhähne aufdrehen wurde mir auf Dauer zu umständlich. Deshalb habe ich eine feste Bewässerung mit vier Beregnungskreisen aufgebaut. Shelly-Relais schalten die Hunter-Magnetventile; eine Gartenpumpe liefert das Wasser. In diesem Beitrag zeige ich den Aufbau, die Steuerung vom Handy aus und die Komponenten meines Projekts.

Vier Hunter-Magnetventile mit Verteilerrohr für die smarte Rasenbewässerung

Der Aufbau im Überblick

Meine Rasenfläche ist in vier Beregnungskreise aufgeteilt. Jeder Kreis hat sein eigenes Magnetventil (Hunter PGV-100) und wird von einem eigenen Shelly 1 geschaltet. Das Wasser kommt nicht direkt aus der Leitung, sondern von einer Gardena-Gartenpumpe, die über einen Shelly Plus 1PM ein- und ausgeschaltet wird. Ein Druckschalter (eine kleine Pumpensteuerung) sorgt dafür, dass die Regner genug Druck bekommen und die Pumpe nicht trocken läuft. Vereinfacht sieht die Kette so aus:

  • Pumpe: Gardena 6000/6 LCD Inox, geschaltet über einen Shelly Plus 1PM
  • Druck: Agora-Tec Pumpensteuerung mit Druckschalter zwischen Pumpe und Leitung
  • Ventile: 4 × Hunter PGV-100 Magnetventil, eines pro Beregnungskreis
  • Schaltung: 4 × Shelly 1 (Gen3) mit potenzialfreiem Relais, einer pro Ventil
  • Spannungsversorgung der Ventile: Mean Well HDR-60-24 Hutschienennetzteil (24 V DC)
  • Regner: Hunter-Versenkregner in den einzelnen Kreisen

Warum ein Shelly 1 mit potenzialfreiem Kontakt?

Der entscheidende Punkt bei diesem Aufbau ist das Relais im Shelly 1. Anders als zum Beispiel beim Shelly 1PM ist der Schaltkontakt beim Shelly 1 potenzialfrei. Das heißt: Der Shelly selbst wird mit 230 V versorgt, aber sein Relais ist davon elektrisch getrennt und kann eine ganz andere Spannung schalten. Genau das brauche ich hier, denn die Hunter-Magnetventile arbeiten mit Kleinspannung (24 V) und nicht mit Netzspannung.

Bei mir hängt also jeder Shelly 1 an 230 V, und über seinen potenzialfreien Kontakt schaltet er die 24 V vom Netzteil zum jeweiligen Magnetventil durch. Sobald ich in der Shelly-App den Kreis einschalte, zieht das Relais an, das Ventil öffnet und der Kreis wird beregnet. Schalte ich aus, fällt das Ventil wieder zu. Dieser Aufbau ist für jeden der vier Kreise identisch, nur das Ventil und der Shelly sind jeweils andere.

Verkabelung pro Beregnungskreis

Pro Kreis sind es im Prinzip nur drei Bauteile, die zusammenspielen. So ist es bei mir verdrahtet:

  1. Shelly 1 versorgen: L und N vom 230-V-Netz an die Versorgungsklemmen des Shelly 1.
  2. 24 V zum Relais: Vom Plus-Ausgang des 24-V-Netzteils an den einen Kontakt des potenzialfreien Relais (beim Shelly 1 die Klemmen I/O).
  3. Relais zum Ventil: Vom anderen Relaiskontakt an eine Ader der Magnetspule des Hunter-Ventils.
  4. Rückleitung: Die zweite Ader der Magnetspule zurück an den Minus-Ausgang des Netzteils.

Das Netzteil versorgt alle vier Kreise gemeinsam; nur der Plus-Zweig wird pro Kreis über den jeweiligen Shelly geschaltet. Ein Hinweis zur Spannung: Hunter gibt für das PGV-100 offiziell 24 V Wechselspannung (AC) an. Ich nutze bei mir ein Mean Well HDR-60-24, ein Hutschienennetzteil mit 24 V Gleichspannung (DC) am Ausgang. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du stattdessen auch einen klassischen 24-V-AC-Bewässerungstrafo verwenden; die Verkabelung über das potenzialfreie Relais bleibt dabei dieselbe.

Wichtig: Die Shellys hängen an 230 V. Arbeiten an der Netzspannung gehören in die Hände einer Elektrofachkraft, und alles, was draußen sitzt, sollte in einem passenden, feuchtigkeitsgeschützten Gehäuse untergebracht werden.

Die Pumpe: Shelly Plus 1PM, Gardena und Druckschalter

Damit die Regner überhaupt sauber arbeiten, brauchen sie ausreichend Druck. Dafür sorgt bei mir eine Gardena 6000/6 LCD Inox Gartenpumpe. Geschaltet wird die Pumpe über einen Shelly Plus 1PM. Hier reicht ein normales (nicht potenzialfreies) Relais, weil die Pumpe ohnehin mit 230 V läuft, und der 1PM hat gegenüber dem einfachen Shelly 1 einen praktischen Vorteil: Er misst die Leistungsaufnahme. So sehe ich in der App direkt, ob die Pumpe gerade läuft und wie viel Strom sie zieht.

Zwischen Pumpe und Leitung sitzt zusätzlich eine Pumpensteuerung von Agora-Tec mit Druckschalter. Sie hält den Druck im System, schaltet die Pumpe bei Bedarf nach und bietet einen Trockenlaufschutz sowie einen einstellbaren Ein- und Ausschaltdruck. Das ist vor allem dann wichtig, wenn mal nur ein Kreis läuft und die Pumpe sonst ständig takten würde.

So steuere ich die Anlage im Alltag

Aktuell schalte ich die Beregnung manuell über die Shelly-App: Pumpe und den jeweiligen Kreis einschalten, nach der gewünschten Zeit wieder ausschalten und zum nächsten Kreis wechseln. Weil jeder Shelly einzeln erreichbar ist, wäre der nächste Schritt naheliegend: feste Zeitpläne in der App, die die Kreise morgens nacheinander abarbeiten, oder eine Szene, die Pumpe und Ventile automatisch koordiniert. Das ist bei mir aber noch nicht umgesetzt; wenn es so weit ist, ergänze ich den Beitrag.

Vor- und Nachteile dieses Aufbaus

Vorteile

  • Kein Bewässerungscomputer und keine Cloud nötig, alles läuft lokal über Shelly im eigenen WLAN
  • Jeder Kreis und die Pumpe sind einzeln schaltbar, auch von unterwegs über die Shelly-App
  • Günstige, gut verfügbare Standardkomponenten, die sich einzeln austauschen lassen
  • Durch den potenzialfreien Kontakt des Shelly 1 sind 230-V-Seite und 24-V-Ventilseite sauber getrennt
  • Der Shelly Plus 1PM zeigt die Leistungsaufnahme der Pumpe an, so ist sofort sichtbar, ob sie läuft

Nachteile

  • Arbeiten an 230 V gehören zur Elektrofachkraft, ein fertiger Bewässerungscomputer ist dagegen steckerfertig
  • Pro Kreis wird ein eigener Shelly benötigt, bei vielen Kreisen summiert sich das
  • Ohne Zeitpläne oder Szenen muss jeder Kreis von Hand geschaltet werden
  • Hunter gibt 24 V AC an, der Betrieb an einem 24-V-DC-Netzteil liegt außerhalb der Herstellerangabe

Fazit

Für mich ist der Aufbau mit Shelly 1, Hunter-Magnetventilen und einer Gartenpumpe eine flexible und vergleichsweise günstige Lösung, die sich nahtlos in mein restliches Smart Home einfügt. Statt eines weiteren Systems mit eigener App und Cloud habe ich vier Kreise und die Pumpe in der Shelly-App, die ich ohnehin nutze. Wer schon Shellys im Haus hat und mit 230 V umgehen kann (oder jemanden kennt, der das darf), bekommt so eine Beregnungsanlage, die genauso wächst wie der Garten: einfach einen weiteren Shelly und ein weiteres Ventil dazu.

Hardware in diesem Beitrag

WERBUNG

Die folgenden Produktlinks sind Amazon-Partnerlinks (Affiliate-Links). Wenn du darüber einkaufst, erhalte ich ggf. eine kleine Provision – der Preis für dich bleibt dabei gleich. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

→ Mehr Werkzeug, das ich benutze

Video KI-generiert.

Schreibe einen Kommentar

Kommentarregeln: Bleib sachlich und freundlich. Keine Beleidigungen, keine Werbung, keine Links zu fremden Shops, keine persönlichen Daten anderer und nichts Rechtswidriges. Ich behalte mir vor, Kommentare nicht freizuschalten, zu kürzen oder zu löschen. Rechtswidrige Inhalte kannst du mir über das Kontaktformular melden (bitte Link zum Kommentar und kurze Begründung). Ich prüfe Meldungen zeitnah.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mit dem Absenden werden Name, E-Mail-Adresse, Kommentar und IP-Adresse gespeichert. Name und Kommentar sind öffentlich sichtbar. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung. Der erste Kommentar wird vor der Veröffentlichung von mir geprüft.

Nach oben scrollen