Shelly BLU Motion und BLU Motion ZB: Bewegungsmelder ohne Kabel im Smart Home

Bewegungsmelder gehören zu den unauffälligsten, aber nützlichsten Bausteinen im Smart Home: Licht geht an, wenn jemand den Flur betritt, die Kamera wird aktiviert, wenn sich etwas im Garten bewegt, oder die Heizung reagiert darauf, ob ein Raum gerade genutzt wird. Mit dem Shelly BLU Motion und seiner Zigbee-Variante BLU Motion ZB bringt Shelly zwei kompakte, batteriebetriebene Sensoren auf den Markt, die sich ganz ohne Kabel und Bohren praktisch überall anbringen lassen. Ich zeige dir, wie sich die beiden Varianten unterscheiden und wo sie bei mir zum Einsatz kommen.

Technische Daten im Überblick

  • PIR-Bewegungserkennung mit integriertem Lichtsensor (Lux-Messung: dunkel, dämmrig, hell)
  • Bluetooth 5 (LE), 2400–2483,5 MHz, verschlüsselte Übertragung, Reichweite bis 10 m innen / 30 m außen
  • BLU Motion ZB zusätzlich mit Zigbee 3.0 (802.15.4, 2405–2480 MHz) für die direkte Anbindung an Zigbee-Hubs
  • Batteriebetrieb mit CR2477-Zelle (im Lieferumfang), Laufzeit bis zu 60 Monate (BLU Motion) bzw. bis zu 5 Jahre (BLU Motion ZB)
  • Abmessungen ca. 32 × 42 × 27 mm, Gewicht ca. 27–33 g je nach Halterung
  • BLU Motion benötigt ein Shelly Plus-, Gen3-, Gen4- oder Pro-Gerät bzw. ein Shelly-BLU-Gateway als Bluetooth-Brücke
  • BLU Motion ZB funkt direkt mit Zigbee-3.0-Hubs wie Home Assistant, ganz ohne zusätzliches Gateway
  • Einbindung in Alexa, Google Home, Home Assistant und ioBroker möglich

Installation und Gateway-Anbindung

Beide Sensoren werden mit der mitgelieferten Halterung einfach an Wand oder Decke geklebt oder geschraubt – ein Stromanschluss ist nicht nötig, die Batterie hält je nach Nutzung mehrere Jahre. Der Unterschied zeigt sich erst beim Einbinden ins Netzwerk: Der klassische BLU Motion funkt ausschließlich per Bluetooth und braucht daher ein Shelly-Gerät mit BLU-Gateway-Funktion (etwa ein Shelly Plus- oder Gen3-Gerät) oder einen dedizierten Shelly-BLU-Gateway in Funkreichweite, das als Brücke zu WLAN und Cloud dient. Der BLU Motion ZB spricht dagegen direkt Zigbee 3.0 und lässt sich ganz ohne Shelly-Zwischengerät in jeden Zigbee-3.0-Hub einbinden, zum Beispiel in Home Assistant über einen Zigbee-Koordinator. Wer bereits ein Zigbee-Netzwerk betreibt, spart sich damit ein zusätzliches Gateway.

Wofür ich die BLU-Bewegungsmelder nutze

Im Flur und im Treppenhaus übernimmt ein BLU Motion das automatische Licht: Sobald der Sensor eine Bewegung meldet, schaltet ein Shelly-Aktor die Beleuchtung ein und dank Lichtsensor nur dann, wenn es tatsächlich dunkel genug ist. Im Homeoffice sitzt ein zweiter Sensor an der Zimmerdecke und meldet Home Assistant, ob der Raum belegt ist – darüber lässt sich zum Beispiel die Heizkurve absenken, sobald länger niemand mehr im Zimmer war. Den BLU Motion ZB setze ich dort ein, wo ohnehin schon ein Zigbee-Netz mit anderen Sensoren läuft, damit ich mir kein zusätzliches Bluetooth-Gateway einrichten muss. Beide Varianten laufen seit der Installation zuverlässig und ohne spürbare Verzögerung zwischen Bewegung und Reaktion.

Fazit

Shelly BLU Motion und BLU Motion ZB lösen dieselbe Aufgabe – zuverlässige, kabellose Bewegungs- und Helligkeitserkennung – nur über zwei unterschiedliche Funkwege. Wer bereits Shelly-Geräte mit BLU-Gateway-Funktion im Einsatz hat, greift zum günstigeren BLU Motion; wer auf ein bestehendes Zigbee-Netz setzt oder eines aufbauen möchte, ist mit dem BLU Motion ZB besser bedient, weil kein zusätzliches Gateway nötig ist. Für mich haben sich beide Varianten im Alltag bewährt und sind eine der einfachsten Möglichkeiten, ein bestehendes Smart Home um Anwesenheitserkennung zu erweitern.

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