Shelly 2.5 Gen3 (Shelly 2PM Gen3) im Alltag: Rollläden und Lichter smart schalten

Der Shelly 2PM Gen3 ist bei mir der Alleskönner unter den Unterputz-Modulen: Ich nutze ihn sowohl zur Steuerung meiner Rollläden als auch für Lichtkreise mit zwei getrennten Stromkreisen. Viele kennen das Gerät noch unter dem Namen seines Vorgängers, dem Shelly 2.5 – mit der dritten Generation hat Shelly aber ordentlich nachgelegt.

Technische Daten im Überblick

  • Zwei unabhängige Relaiskanäle mit je bis zu 10 A (16 A gesamt, 18 A Spitzenlast)
  • Integrierte Leistungsmessung: Strom und Spannung werden auf jedem Kanal einzeln erfasst
  • WLAN (802.11 b/g/n) sowie Bluetooth 4.2 – Letzteres auch als Gateway für Shelly-BLU-Sensoren nutzbar
  • Unterstützung für den Smart-Home-Standard Matter (ab Firmware 1.6.0)
  • Eigener Shelly-Prozessor mit 8 MB Flash-Speicher und 256 KB RAM – doppelt so viel wie beim Vorgänger Gen2
  • Kompakte Maße von nur 37 x 42 x 16 mm, ideal für die Unterputzdose
  • Betrieb an bis zu 240 V AC oder 30 V DC

Installation und Einrichtung

Der Einbau erfolgt klassisch in der Unterputzdose hinter dem vorhandenen Licht- oder Rollladenschalter. Wichtig: Arbeiten an der 230-V-Hausinstallation gehören in die Hände einer Elektrofachkraft, da im Gerät Netzspannung anliegt. Ist das Modul einmal verbaut, dauert die Ersteinrichtung über die Shelly-App nur wenige Minuten: WLAN verbinden, die beiden Kanäle benennen (bei mir zum Beispiel „Rollladen Wohnzimmer“ und „Deckenlicht Flur“) und den passenden Betriebsmodus wählen – Einzelschalter, Rollladensteuerung oder zwei getrennte Lichtkreise.

So setze ich den Shelly 2PM Gen3 bei mir ein

Am häufigsten läuft bei mir die Rollladensteuerung: Über die App oder per Zeitplan fahren die Rollläden morgens automatisch hoch und abends wieder runter – kombiniert mit einem Sonnenuntergangs-Offset auch ganz ohne feste Uhrzeit. Beim zweiten Kanal profitiere ich von der integrierten Leistungsmessung: So sehe ich auf einen Blick, ob ein Lichtkreis wirklich ausgeschaltet ist oder ein Verbraucher im Hintergrund weiterläuft. Praktisch ist außerdem, dass sich mehrere Shelly-2PM-Gen3-Module und andere Shelly-Geräte im Haus über Szenen miteinander verknüpfen lassen, etwa „Alle Rollläden zu“ per Tastendruck oder automatisch bei Regen.

Shelly 2.5 vs. Shelly 2PM Gen3 – das hat sich getan

Der ursprüngliche Shelly 2.5 war jahrelang einer der beliebtesten Zweikanal-Schalter im Shelly-Ökosystem. Die dritte Generation baut auf diesem Erfolg auf, bringt aber einen komplett neuen, von Shelly selbst entwickelten Prozessor mit, der doppelt so viel Flash-Speicher bereitstellt und spürbar schneller reagiert. Hinzu kommen die Matter-Unterstützung für die Einbindung in herstellerübergreifende Smart-Home-Systeme sowie die Bluetooth-Gateway-Funktion, mit der sich batteriebetriebene Shelly-BLU-Sensoren wie Bewegungsmelder ganz ohne eigenen Hub ins Netzwerk holen lassen.

Fazit

Für mich ist der Shelly 2PM Gen3 aktuell die beste Wahl für alle, die zwei Stromkreise unabhängig voneinander schalten und dabei den Verbrauch im Blick behalten möchten – egal ob für Rollläden, Lichter oder andere Verbraucher. Die kompakte Bauform passt in praktisch jede Unterputzdose, die Einrichtung ist auch für Einsteiger machbar, und dank Matter und BLE-Gateway ist das Modul auch für die Zukunft gut aufgestellt.

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